3. Netzwerktreffen des Team Kreislaufwirtschaft

Über 20 Teilnehmende trafen sich bei 1. persönlichen Netzwerktreffen in Graz.

Von Materialhalle bis Leihbibliothek: Netzwerk „Team Kreislaufwirtschaft“ auf Exkursion in Graz

Beim ersten persönlichen Treffen des Netzwerks „Team Kreislaufwirtschaft“ kamen über 20 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich in Graz zusammen, um im Rahmen des Circular Economy Summit Austria konkrete Praxisbeispiele kennenzulernen.

Die Exkursion zeigte, wie Kreislaufwirtschaft in Graz gelebt wird – von der Wiederverwendung von Materialien über Sharing-Angebote bis hin zu innovativen Bildungsformaten. Ziel war es, Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für Gemeinden und Regionen mitzunehmen.
Praxisbeispiele kennenzulernen.

Die Exkursion zeigte, wie Kreislaufwirtschaft in Graz gelebt wird – von der Wiederverwendung von Materialien über Sharing-Angebote bis hin zu innovativen Bildungsformaten. Ziel war es, Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für Gemeinden und Regionen mitzunehmen.

Menschen sitzen in einer alten Lagerhalle und hören einen Vortrag.

CirculART: Zweites Leben für Materialien aus Kunst und Kultur

In der ehemaligen Rösslmühle in Graz entstand mit der CirculART Materialhalle ein kreativer Ort für Wiederverwendung und Ressourcenschonung. Der Verein nutzt den Leerstand derzeit als Zwischennutzung und rettet Materialien aus Kunst und Kultur vor der Entsorgung. Ob Podeste, Fliesen, Sitzkissen oder sogar eine Running-Sushi-Bar – vieles landet nach nur einmaliger Nutzung im Müll. CirculART sammelt diese Materialien, bereitet sie auf und gibt sie weiter oder verleiht sie an kleine Kunst- und Kulturvereine.

„Es ist furchtbar zu sehen, wie hochwertige Materialien nach einmaliger Nutzung weggeschmissen werden. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Kunst und Abfalltonne“, sagt Gründer Max Gansberger. Der Verein konnte bereits rund 36 Tonnen Material übernehmen, davon wurden 20 Tonnen wieder in Nutzung gebracht. Aktuell arbeitet CirculART zudem an einer Ökobilanzierung, die künftig auch Museen nutzen können.

DINGEBORG: Teilen statt kaufen

Der zweite Stopp der Exkursion führte in die Stadtbibliothek Graz zur „DINGEBORG“. Seit 2020 können dort über 200 Gebrauchsgegenstände kostenlos für zwei Wochen ausgeliehen werden – vom Akkuschrauber über die Nähmaschine bis hin zu Skateboard, Rasentrimmer oder Waffeleisen. Die Initiative zeigt, wie viele Dinge im Alltag nur selten gebraucht werden und daher gut gemeinsam genutzt werden können. Durch das Teilen werden Ressourcen geschont, Geld gespart und Platz zuhause reduziert. Gleichzeitig müssen weniger Produkte produziert, transportiert und entsorgt werden.

Besonders beliebt ist derzeit die VR-Brille. Neu im Sortiment sind außerdem das Klimaticket Steiermark sowie eine Museumskarte. Diskutiert wurden bei der Exkursion auch rechtliche Fragen – etwa Haftung und notwendige Anpassungen der Nutzungsordnung der Bibliothek.

Kreislaufdenken spielerisch erlernen

Wie sich Kreislaufwirtschaft kindgerecht vermitteln lässt, zeigte Ingrid Winter vom Land Steiermark mit der interaktiven S.P.A.S.S.-Box. Die Lernmaterialien fördern spielerisch das Bewusstsein für Ressourcen und Nachhaltigkeit – von der Produktion bis zur Wiederverwendung wurde dabei auf Regionalität geachtet. Die Box ist aktuell über steirische Abfallwirtschaftsverbände und das Umweltbildungszentrum Steiermark verfügbar, viele Inhalte auch online.Bewusstsein schaffen durch Information und Bildung: Was Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft bedeuten und welche Potenziale sich dadurch bieten, muss in der Gemeinde, bei Mitarbeiter:innen, unter Bürger:innen sowie Betrieben bekannt gemacht werden.

Mehr zum Team Kreislaufwirtschaft:

Im Rahmen des Projekts Team Kreislaufwirtschaft finden regelmäßig Vernetzungstreffen zum Thema Kreislaufwirtschaft in Gemeinden und Regionen statt. Das Projekt wird durchgeführt vom Ressourcen Forum Austria, Circular Economy Forum Austria, Klimabündnis Österreich und dem Verein der Klima-Modellregionen Österreich und wird aus Mitteln des österreichischen GAP-Strategieplans 23-27 gefördert.