Beitritt der Mittelschule Wattens

Erwachsene mit Fahrrädern halten eine Urkunde und eine Logo in der Hand

Mittelschule Wattens ist zukunftsfit

Die Mittelschule Wattens hat einen „ZukunftsCheck“ zum Thema Nachhaltigkeit abgeschlossen und ist in Folge auch dem Klimabündnis Tirol beigetreten. Damit gibt es in Tirol nun über 80 Schulen, die sich den Klimaschutz auf die Fahne geschrieben haben. Die Mittelschule Wattens profitiert mit ihrem Beitritt nicht nur von kostenlosen Workshops, sondern auch von einem starken Netzwerk in ganz Österreich.
Eine Gruppe lächelnde Jugendliche und zwei Männer, einer hält Urkunde, stehen im Kreis in Zimmer.
Die Urkundenübergabe des Zukunftschecks

Partizipatives Jahresprojekt ZukunftsCheck 

Ipartizipativen Jahresprojekt ZukunftsCheck von Mobility For Future nahmen die Schüler:innen der Mittelschule Wattens unterschiedliche Nachhaltigkeitsbereiche wie Klimaanpassung, Boden und Biodiversität, Heizung und Energie, Verpflegung, Abfall und Mobilität im Schulumfeld genauer unter die Lupe. Basierend auf diesen Ergebnissen haben sie Maßnahmenvorschläge formuliert, die ihre Schule auf dem Weg zu nachhaltigem und klimafittem Handeln unterstützen sollen. 

 

Direktor Martin Mayr: „Es freut mich sehr, dass wir dem Klimabündnis Tirol beitreten. Gemeinsam mit unseren Lehrer:innen, den Eltern und natürlich unseren Schüler:innen möchten wir die nachhaltige Entwicklung an unserer Schule weiter forcieren und aktiv leben. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir wollen bestehende Maßnahmen weiterentwickeln, neue Impulse setzen und unsere Schule nachhaltig zukunftsfit gestalten.“

 

Der ZukunftsCheck ist Teil des von der EU kofinanzierten und vom Land Tirol geförderten INTERREG VI-A Italien-Österreich-Projekts „Mobility For Future“.

Zwei Schüler präsentieren an Tafel vor einem Klassenraum mit Jugendlichen und Erwachsenen
Schüler:innen der Mittelschule Wattens präsentieren die Ergebnisse des Zukunftschecks

Einblick in politische Entscheidungsprozesse beim Klimarat 

Das von der Mittelschule Wattens ins Leben gerufene Schüler:innenparlament, bestehend aus den Klassensprecher:innen und -vertreter:innen, hat sich dann am 19. Mai gemeinsam mit Vertreter:innen der Gemeinde zu einem Kli-marat getroffen. 

Dabei wurden einige Ergebnisse des Zukunftschecks diskutiert. Insbesondere die Themen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und die Ausarbeitung eines Schulleitbildes, das als Orientierungsrahmen für die weitere pädagogische Arbeit und Qualitätsentwicklung der Schule dient, standen im Fokus. Außerdem erhielten die Schüler:innen einen anschaulichen Einblick in politische Entscheidungsfindungsprozesse. Am 23.06. erfolgte dann eine weitere Sitzung des Klimarats, bei dem mit Bürgermeister Lukas Schmied, Vizebürgermeisterin Sonja Fender, Gemeinderat Martin Vogl und Gemeinderat Christoph Zingerle mehrere politische Vertreter:innen der Gemeinde sich mit den Schüler:innen austauschen konnten. Der offizielle Beitritt zum Klimabündnis fand im Anschluss statt. 

 

 

Jugendliche auf Rädern sind startbereit auf einem gepflasterten Platz mit großen Laubbäumen
Die Schüler:innen der Mittelschule Wattens sind startbereit zu Radparade und Klingelkonzert




Von Energiesparen und Begrünung bis zu Unterricht im Freien – zahlreiche Maßnahmen geplant 

 

Die Mittelschule Wattens hat sich einiges vorgenommen: Die Beleuchtung wird auf Energiesparende Lampen umgestellt. Besonders in den Themen „Räume und Begegnung“ sah das Schüler:innenparlament ein großes Potential. Unterricht im Freien wird im kommenden Schuljahr gelebte Praxis, Begrünung soll auch in den heißen Monaten dafür sorgen, dass draußen unterrichtet werden kann. Auch die „Bewegte Pause“ profitiert von einem begrünten Außenbereich. Für konzentrierteres Arbeiten sind Lernzonen geplant. 

 

Gesundheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen 

Gesundheit und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Das trifft sowohl beim Thema Ernährung als auch bei der Mobilität zu: Regionale und saisonale Produkte sparen Emissionen, die beim Transport entstehen und enthalten mehr Nährstoffe: Das lernen die Schüler:innen bei der gesunden Jause, die jede Klasse einmal jährlich organisiert, und bei Kochworkshops, die bereits von der Gemeinde organisiert wurden. 

Auch aktive Mobilität trägt zu mehr Gesundheit bei. In einer Mobilitätserhebung erfasste man, wie die Schüler:innen den Schulweg zurücklegen. Diese zeigte: Schon jetzt kommt die überwiegende Mehrheit klimafreundlich zur Schule. Weiters wurden Verbesserungsmöglichkeiten im Fuß- und Radverkehr aufgezeigt. Im Rahmen der Urkundenübergabe gab es ein Klingelkonzert der Schüler:innen, die mit dem Rad zur Schule kommen. 

Auch Gemeinschaft und Diversität waren den Schüler:innen ein besonderes Anliegen. Für 2027 ist ein Fest der kulturellen Vielfalt geplant. 

 

Andrä Stigger, Geschäftsführer des Klimabündnis Tirolfreut sich über das neue Mitglied:

Mit dem ZukunftsCheck hat die Mittelschule Wattens konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz gesetzt. Durch den Klimarat erlebten die Schüler:innen wie wichtig Dialog und Mitbestimmung für unsere Demokratie ist. Es ist schön, wenn das Klimabündnis Netzwerk in Wattens immer weiterwächst und dem Beispiel der Gemeinde folgt.“

 

Auch Bürgermeister Lukas Schmied hat lobende Worte:

„Die Mittelschule Wattens ist zwar eine ‚coole Schule‘, aber das Klima ist den Schülerinnen und Schülern nicht egal. Sie wollen mitreden und aktiv etwas tun, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen. Ich bin stolz, dass mit der Mittelschule eine weitere Wattner Schule zur Klimabündnisschule wird.“ 

Größtes Klimaschutz-Netzwerk  

In Tirol sind dem Klimabündnis bisher über 80 Bildungseinrichtungen beigetreten. Die Mittelschule Wattens profitiert mit ihrem Beitritt also nicht nur von den kostenlosen Workshops, sondern auch von einem starken Netzwerk in ganz Österreich. Neben den Bildungseinrichtungen können sich auch Betriebe und Gemeinden dem Klimabündnis anschließen. Die Gemeinde Wattens als besonders aktive Klimabündnis-Gemeinde bietet den idealen Rahmen für Klimaschutz-Projekte vor Ort. Mit über 1.000 Gemeinden ist das Klimabündnis das größte kommunale Klimaschutz-Netzwerk Österreichs.

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Irene Milewski