Nachlese:

Das erste "Weitblicktreffen" der OÖ Klimabündnis-Pfarren hat stattgefunden!

Die Teilnehmenden haben erlebt und gehört, dass Vernetzung wirklich wichtig ist, um gemeinsam in der Schöpfungsverantwortung weiter zu kommen. Voneinander lernen, wertschätzend auf der Arbeit der anderen aufbauen zu dürfen, sich gegenseitig stärken, motivieren, anstoßen! Das dürfte uns am 20. April gut gelungen sein!

Der erste Block stand im Zeichen der diözesanen Angebote und der Unterstützung für die Pfarren:

Die ganz neuen Umwelt-Leitlinien der Diözese Linz wurden vom Umweltsprecher, Prof. Dr. Rosenberger vorgestellt und erläutert. Sie ergänzen und konkretisieren das bereits vor vielen Jahren definierte diözesane Umwelt-Leitbild.

Umweltreferentin der Diözese, Mag. Lucia Göbesberger erzählte von den vielen verschiedenen Initiativen und Zielen, die in der Diözese bereits stattfinden und angegangen werden. Beispielsweise soll ein diözesaner Preis für ökologisches Feiern ausgeschrieben werden.

Die neue Beschaffungsrichtlinie der Diözese wurde ebenfalls von Dr. Rosenberger erläutert. 12 Haupt-Kriterien stehen dieser Richtlinie voran: Klimaauswirkungen, Biodiversität, Energie- und Ressourcenverbrauch, Langlebigkeit des Produktes, Gesundheit, Regionalität, Fairness/faire Beschaffung, Tiergerechtigkeit, Saisonalität, Gentechnik-Freiheit, Lebenszyklus des Produktes und soziale Beschaffung. Dazu wurden die bestehenden Gütesiegel auf ihre positive Wirkung hin geprüft und bewertet. Siegel, die den Kriterien der Diözese entsprechen, werden empfohlen.

Die Neuerungen wurden bereits im Diözesanblatt ausgeschrieben und vorgestellt. Dieses sei aber nicht wirklich im Bewusstsein der aktiven Menschen in den Pfarren und werde daher selten wahrgenommen. Gewünscht wird, dass bei umweltrelevanten Themen das Diözesanblatt speziell auch an die einschlägigen Arbeitskreise geschickt und konkret darauf hingewiesen wird. Auch die Finanzausschüsse der Pfarren seien gute Stellen, die die Informationen auch zielführend weitergeben.

Georg Spiekermann führte die interessierten Zuhörer in die neu entwickelte Vorlage für die pfarrliche Energie-Buchhaltung ein. Dieses auf Excel basierende „Werkzeug“ sei so einfach wie möglich gestaltet und sollte keine große Hürde darstellen, auch für Menschen, die mit dieser Thematik wenig Erfahrung haben. Energiebuchhaltung ist eine wichtige Grundlage für einen Energie- und Kosten-effizienten Pfarrbetrieb und soll zukünftig in den Pfarren und allen anderen Kirchlichen Einrichtungen geführt werden.

Der „Pausenblock“ begann mit einer kleinen Besinnung in der modernen Kirche der Pfarre Guter Hirte. Anschließend folgte ein Rundgang und Pfarrer Franz Salcher erläuterte die Pionierarbeit der Pfarre im Sinne der erneuerbaren Energien.

Ein herrlicher Tisch mit vielen bunten Speisen war von der Organisation „Über den Tellerrand“ gedeckt worden, an dem sich die Aktiven laben konnten. (www.ueberdentellerrand.org)

Anschließend stellte das Klimabündnis OÖ seine Arbeit vor und präsentierte die vielen Möglichkeiten, Programme und Initiativen der Zusammenarbeit mit den Pfarren. In den engagierten Pfarren passiert Klimaschutz und Bewusstseinsbildung an der Basis. Dies entspricht der Philosophie des Klimabündnis genau. Daher ist diese gegenseitig wertschätzende Zusammenarbeit auch so wichtig und soll immer weiter ausgebaut werden.

Ein so genanntes World-Café rundete den Austausch ab. Hier ging es in vier Themenfeldern um den Erfahrungsaustausch und darum, Chancen und Probleme zu besprechen und von einander zu lernen:

  • Schöpfungsthemen in der Liturgie
  • Mobilität in der Pfarre
  • Ökologie bei Festen und Veranstaltungen
  • Was beschäftigt uns in unserer Pfarre aktuell?

In der abschließenden Feedbackrunde wurde die Initiative des nun jährlich stattfindenden Weitblicktreffens sehr gelobt. Dass Treffen war vom Klimabündnis Oberösterreich und vom Fachausschuss Schöpfungsverantwortung im Pastoralrat der Diözese Linz nach den ökologischen Kriterien eine Green Event gestaltet und sollte auch dadurch Beispiels geben und Bewusstsein schaffen.

Die Organisatoren bedanken sich recht herzlich bei allen Teilnehmenden für das Engagement, für die positive Stimmung, für all den Tatendrang und viele gute Ideen. Einen besonderen Dank auch nochmals an die Pfarre Guter Hirte für die freundliche Aufnahme in ihr Pfarrheim und für den informativen Rundgang. Uns wurde klar, dass das Umwelt-Engagement dieser Pfarre schon viel bewirkt und Bewusstsein angeregt hat, ist die Pfarre doch bereits 2004 als erste Pfarre Oberösterreichs dem Klimabündnis beigetreten.

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