Mobilitätsmanagement an Schulen und Kindergärten in OÖ

ACHTUNG - Restplätze! Kostenlose Beratung im Schuljahr 2016/17!

Schlau konsumieren - besser Essen!

Klimaschonend, gesund und lecker - ein Projekt zum Konsumverhalten und zur Ernährung für Kinder und Jugendliche. Bei diesem Angebot handelt es sich um ein Beratungsprogramm für klimaschonende und gesunde Ernährung in oö. max. 12 Bildungseinrichtungen aller Art.

Gustls Kochwettbewerb: Sieger stehen fest!

So schmeckt's mir UND dem Klima!

Bericht vom PH-Seminar zum Thema "Besser essen - MEHR bewegen"

vom 20.11.2014 in Linz

Am 20.11.2014 fand das PH-Seminar zum Thema „Besser essen – MEHR bewegen!“ statt. 45 PädagogInnen und Interessierte fanden sich am LFI in Linz ein, um den Vorträgen und Praxisberichten zu lauschen.


Zu Beginn der Veranstaltung richtet LR Rudi Anschober das Wort an das Publikum. Auch LR Doris Hummer war anwesend und begrüßte die TeilnehmerInnen. Beide Landesräte bestätigten, dass das Thema Ernährung gerade für Kinder eine wesentliche Rolle spielt. Auch im Hinblick auf unser Klima und unsere Gesundheit. Es sei außerordentlich wichtig die Kinder zu sensibilisieren, damit sie wieder zurück finden zu natürlichen, gesunden und regionalen Lebensmitteln.


Kathrin Mitterhofer (Klimabündnis Oberösterreich) stellte das Projekt „Besser essen – MEHR bewegen!“ vor, dass das Ziel verfolgt, die Ernährungskompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu stärken und zu steigern sowie ihnen zu zeigen, dass gesundes und nachhaltiges Essen auch richtig lecker schmeckt.
Im nächsten Vortrag erklärte Claus Holler (BIO Austria), wie unsere Ernährungskultur die Welt beeinflusst. Er zeigte Zusammenhänge zwischen ökologischen, gesundheitlichen, ökonomischen und sozialen Aspekten die unsere wertvollsten Ressourcen das Wasser und den Boden maßgeblich beeinflussen. Vor allem die Tatsache, dass in Österreich mehr Kaffee als Wasser getrunken wird, löste im Publikum Reaktionen aus.
Anschließend gab es eine kleine Pause mit biologisch, regionaler Jause und Kaffee und es hatten erstaunlich viele TeilnehmerInnen ein Wasserglas in der Hand.
Nach der Stärkung stellte Bianca Kraft die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) vor. Diese ist ein gemeinnütziger, unabhängiger Verein, der sich der Wissenschaft verpflichtet hat und an internationalen und nationalen Aktivitäten beteiligt ist. Von der ÖGE wird das Gütesiegel für nährstoffoptimierte Speisenqualität in der Gemeinschaftsverpflegung vergeben, welches bereits an sechs Betriebe verliehen wurde.
Am Nachmittag standen Erfahrungsberichte aus der Praxis am Programm.

Zuerst stellte Frau Paula Gschwantner die regionale Schuljause von Bäcker & Bauer vor. Dabei kooperieren Bäuerinnen und Bäuern aus dem Bezirk Urfahr mit zwei ansässigen Bäckereien und liefern nach Vorbestellung bunte Kost an die teilnehmenden Schulen.
Frau Susanne Maier ging auf das Projekt ÖKOFIT des Landesschulrats für OÖ ein und klärte Fragen, die sich GemeinschaftsverpflegerInnen häufig am Beginn der Umstellung stellen.
Frau Angela Panhölzl erzählte von den Anfängen des Gartens an der Hauptschule Natternbach, wie sie zu Beginn dafür belächelt wurde und was mittlerweile daraus geworden ist. Sie ist zwar bereits in Pension, steht jedoch dem Schulteam immer noch beratend zur Seite.
Abschließend zeigte Claus Holler die gesundheitlichen Vorteile von Bio-Lebensmitteln für Kinder, aber natürlich auch für Erwachsene auf, welche er mit wissenschaftlichen Studien belegte und anschaulich erklärte. Besonders die Pestizidbelastung sowie Antibiotikaresistenzen beunruhigten das Publikum.

Zusätzliche Informationen zum Thema Ernährung finden Sie auch unter:
Fleischfreitag
KlimaKultur:KulturKlima

Pressekonferenz "Besser essen - MEHR bewegen!" und Gustls Kochwettbewerb am 12.12.2014

Text von Weitere Infos unter: http://www.anschober.at/presse/artikel/besser-essen-als-unterrichtsthema-und-in-kuechen-der-ooe-schulen-1/

Geschmack wird in der Kindheit geprägt. Wachsen unsere Kinder ausschließlich mit Fast Food und Fertigprodukten, fleisch- und wurstdominierter Küche und überzuckerten Getränken auf, lernen sie den natürlichen Geschmack von Gemüse und Bio gar nicht kennen. Ernährungsbewusstsein – für unsere Gesundheit und für unser Klima – muss daher von Klein auf gestärkt werden.

Oberösterreich legt mit Projekten wie „Gesunde Schule“, „Gesunder Kindergarten“ und „Gesunde Küche“ auf Initiative des Gesundheits- und des Bildungsressorts bereits erfolgreich einen Schwerpunkt auf gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.

Nun wird durch zwei Gemeinschaftsprojekte, initiiert durch das oö. Umweltressort, gute Ernährung unter einem globalen Blickwinkel zum Unterrichtsgegenstand: In sechs Pilot-Einrichtungen wird getestet, wie gesunde Ernährung – für unsere Kinder und für unser Klima – in Schulen zu einem zentralen Thema werden kann. Wie können eine ausgewogene Ernährung mit höherem Bio- und vegetarischem Anteil in den Schulküchen sowie ein Unterrichtsschwerpunkt mit anschaulichen Infos und Workshops, z.B. auch mit der Errichtung von Schulgärten, umgesetzt werden?

Das zweite Projekt wendet sich an alle oö. Schulen: Bis Mai 2015 können klimafreundliche Rezepte gekocht, dokumentiert und für „Gustls Kochwettbewerb“ eingereicht werden – es warten Preisgelder und ein Rezept-Sammelband wird erstellt.

Landesrätin Doris Hummer

Gesunde Ernährung als Teil eines ganzheitlichen Bildungsbegriffs

„Bildung und Gesundheit sind immer ganzheitlich zu betrachten. Für Gesundheit und Wohlbefinden sind viele Faktoren wie beispielsweise ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung oder die psychosoziale Gesundheit ausschlaggebend. Was Bildung betrifft, müssen jungen Menschen in der Schule neben fachlichen Inhalten vor allem auch andere Kompetenzen wie beispielsweise Sozialkompetenzen oder auch Wissen zum Thema Ernährung und dessen Auswirkungen auf den eigenen Körper und auf die Umwelt vermittelt werden. Genau hier leistet das Projekt ‚Besser essen – MEHR bewegen‘ einen weiteren wichtigen Beitrag“, betont Landesrätin Mag.a Doris Hummer.

In Oberösterreich soll dieser ganzheitliche Bildungs- und Gesundheitsbegriff im Mittelpunkt stehen und Teil des Lehrauftrags an den Schulen sein, wozu bereits eine Reihe an Maßnahmen gesetzt wird:

So hat sich die Initiative „Gesunde Schule“ auf Initiative des Gesundheitsreferenten Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Bildungslandesrätin Mag.a Doris Hummer und anderen Projektpartnern dem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff verschrieben. „Gesunde Schule“ ist ein umfassendes Schulentwicklungskonzept, bei dem am Schulstandort danach gestrebt werden soll, Schule auf verschiedenen Ebene „gesünder“ zu machen – angefangen bei Ernährung, psychosozialer Gesundheit, Suchtprävention und Lehrer/innengesundheit über mehr Bewegung und Sport im Schulalltag und der aktiven Gestaltung der Pausen und des Schulwegs bis zum Umgang mit Lärm in Klassenzimmern und Schulgebäude. Im Jahr 2014 haben bereits 94 Schulen aller Schulstufen in ganz Oberösterreich dieses Gütesiegel erreicht.

Gesunde Küche in OÖ. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen:Essen mit Mehrwert!

Schon jedes vierte Kind in Oberösterreich ist von Übergewicht und Adipositas betroffen. Aus diesem Grund setzt OÖ auf Initiative von Gesundheitsreferenten Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bildungslandesrätin Mag.a Doris Hummer auf „Gesunde Küche“ in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Rund 60.000 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich essen täglich in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen zu Mittag – rund ein Drittel von ihnen (22.000) wird dabei bereits jetzt von „Gesunde Küche“-Betrieben verpflegt. Das entspricht jährlich rund 4,2 Millionen Mahlzeiten, die bereits in einem der 180 „Gesunde Küche“-Partnerbetrieben für die Kinder gekocht werden!

Die Kriterien für „Gesunde Küche“ beruhen dabei auf alle Aspekte der Lebensmittelauswahl und der Zubereitungsart der Speisen auf Basis aktueller Ernährungsempfehlungen und –berichte. Ein abwechslungsreiches Angebot, das auch die Vorlieben der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt, steht dabei im Mittelpunkt.

Darüber hinaus wurden 69 oberösterreichische Kindergärten kürzlich nach zweijähriger Gesundheitsförderungsarbeit von Gesundheitsreferent Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bildungslandesrätin Mag.a Doris Hummer als „Gesunde Kindergärten“ ausgezeichnet.

Dieses Zertifikat wird für eine ganzheitliche, qualitätsorientierte Bildungsarbeit vergeben.

Die Teams der Kindergärten, die Eltern, die Verpflegungsbetriebe und viele mehr haben an der Erfüllung der Qualitätskriterien des Netzwerks gearbeitet. In den 69 ausgezeichneten Einrichtungen wurden in den vergangenen zwei Jahren beispielsweise über 
600 Eltern-Kind-Veranstaltungen zu den Themen Ernährung und Bewegung durchgeführt und mehr als 7.000 „Gesunde Jausenmahlzeiten“ gemeinsam mit den Kindern zubereitet.

Nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen haben in Oberösterreich absolute Priorität.

Das Projekt „Besser essen – MEHR bewegen“ leistet in diesem Sinne an 6 Pilot-Schulen in ganz Oberösterreich einen weiteren wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung, die dabei auch noch das Klima schont.

Denn: „Gesunde Ernährung darf kein Luxus sein! Kinder und Jugendliche essen oftmals jahrelang – zum Teil vom Krabbelstubenalter an bis zum Ende der Pflichtschulzeit – in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen zu Mittag. Mit nachhaltigen Projekten kann hier das Ernährungsverhalten langfristig positiv beeinflusst werden. Mein Dank gilt den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, die sich bereits erfolgreich an Projekten dieser Art beteiligen“, so Landesrätin Mag.a Doris Hummer.

LR Rudi Anschober

Durch den Trend zur Ganztagsbetreuung steigt in den letzten Jahren die Außer-Haus-Verpflegung von vielen Schüler/innen in Oberösterreich anhaltend an. Leider zeigen Schulbuffets und Schulmensen, sowie auch die Verpflegung in Kindergärten und Horten zu oft dasselbe Bild: fett, süß, fleischreich und kaum Bioprodukte. Wenn der Magen in der Pause knurrt, gibt es oftmals keine bessere Wahl.

Die Statistik bestätigt, dass wir rasch handeln müssen, denn ein Viertel der Kinder/Jugendlichen in Österreich ist übergewichtig, ausgelöst durch zu viel Fleisch/Wurst, Mehlspeisen und Süßigkeiten. Zudem verursacht ein derartiger Ernährungsstil knapp ein Drittel der konsumbedingten Treibhausgasemissionen, noch vor Verkehr, Freizeit- und Wohnverhalten. Mit einem Großteil des derzeitigen Standardangebots an Gemeinschaftsverpflegung kann sich daran nichts ändern.

In einer groß angelegten Studie (12.000 Schüler/innen wurden befragt) zur Qualität der Schulverpflegung im Auftrag des Bundesernährungsministeriums Deutschland stellt kein gutes Zeugnis aus: Nur in jeder vierten Schulen werden die Qualitätsstandards für gesunde und ausgewogene Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Leitlinie der Schulküche gemacht. So steht viel zu oft Fleisch, viel zu selten Fisch und Gemüse am Speiseplan

TEIL 1: PILOTPROJEKT
Besser essen – MEHR bewegen! Klimaschonende, gesunde und leckere Ernährung für Kinder und Jugendliche in oö. Bildungseinrichtungen

„Geschmack wird in der Kindheit geprägt, und aktuell sieht die Ernährungssituation vieler Jugendlicher nicht sehr rosig aus. Vielfach Junk, ein Drittel der österreichischen Schulkinder frühstückt nicht, fast ein Viertel ist übergewichtig oder fettleibig, es fehlt vielfach an Bewusstseinsbildung in der Schule. Darum fordere ich schon seit langem ein eigenes Schulfach ‚Ernährung und Kochen‘, und freue mich nun mit einem Pilotprojekt einen weiteren Schritt hin zur Ernährungswende bei Kindern und Jugendlichen in OÖ zu machen“, so Landesrat Anschober.

Das Klimabündnis Oberösterreich startete daher – gemeinsam mit Bio Austria, Slow Food und der Pädagogischen Hochschule OÖ – mit Schulbeginn an den Bildungseinrichtungen des Landes das Projekt „Besser essen – MEHR bewegen!“, um die Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen zu schulen und zu stärken. Im Fokus steht dabei klimaschonende Ernährung, die nebenbei noch gesund ist und schmeckt. Umwelt- und klimagerechte Lebensmittel stammen aus der Region, wechseln je nach Saison und werden biologisch sowie fair produziert. Ein speziell geschultes Projektteam an Schule oder Hort soll langfristig erreichen, dass das Angebot an vegetarischen, bio-fairen, saisonalen und regionalen Speisen größer und vielfältiger wird.

„Die Kinder werden lernen, wie gesunde Ernährung aussieht, dass sie schmeckt und sowohl dem Menschen als auch der Umwelt und unserem Klima gut tut“, sagt Norbert Rainer, Regionalstellenleiter beim Klimabündnis Oberösterreich. Ein ganzes Schuljahr lang begleitet ein/e BeraterIn das Projektteam an Schule oder Hort. Statt langweiligem Frontalunterricht vermitteln Exkursionen, Workshops und Outdoor-Aktivitäten, wo Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden.

„Unser Essverhalten beeinflusst Umwelt und Klima sowie faire Arbeitsbedingungen und fairen Handel“, sagt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, „daher fördert das Umwelt-Ressort des Landes Oberösterreich dieses Projekt.“

Der Weg zur Ernährungswende: Ernährungskompetenz für Kinder

Ziel ist es, die Ernährungskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken und zu steigern, ihnen zu zeigen, dass Gesundes auch richtig gut schmeckt. Darüber hinaus sollen den Kindern und Jugendlichen die globalen Auswirkungen unserer Lebensmittelproduktion nicht vorenthalten werden. Darum macht das Projekt darauf aufmerksam, dass wir durch die Wahl unseres Essens einen ganz wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und einem fairen Handel leisten können.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt nachweislich zu konzentrierteren und aufnahmefähigeren Schüler/innen. Deshalb sollen die Kinder und Jugendlichen nicht nur mit wertvollen Lerninhalten versorgt werden, sondern auch mit wertvollen Nahrungsmitteln.

Bei der Verpflegung der Kinder stehen Lehrer/innen, Erzieher/innen und Küchenverantwortliche genauso wie auch die Eltern vor der großen Herausforderung, ein Angebot zu finden, das den Schützlingen eine ausgewogene Mahlzeit bietet und dabei noch schmeckt. Daher bieten das Klimabündnis OÖ wie auch Bio Austria und Slow Food vielfältige Angebote wie Exkursionen, Workshops, Aus- und Weiterbildungen etc. zu diesen Themen an.

Je nach Voraussetzungen an den einzelnen Bildungseinrichtungen gibt es z. B. folgende Möglichkeiten:

  • Workshops zum Thema Ernährung, Konsum, ökologischer Fußabdruck (für Kinder und Jugendliche, aber auch Schulzuständige)
  • Kochen in der Schule
  • Schulgarten
  • Besuche eines Bio-Bauernhofes
  • Themenspezifische Aktionstage oder Aktionswochen
  • Bio-faires Schulfrühstück in den Klassen/Gruppen
  • „Green Peers“ (Schüler/innen aus einem bestehenden Projekt des Klimabündnis OÖ) speziell in diesem Thema ausbilden und in das Projekt miteinbeziehen.
  • Teilnahme an Wettbewerben

Sechs Pilotschulen im Schuljahr 2014/15

Um die vielfältigen Angebote zu bündeln, wird das Pilotprojekt im Schuljahr 2014/15 an sechs Bildungseinrichtungen durchgeführt, die über das ganze Schuljahr begleitet werden. Nach der Erhebung des Ist-Zustandes bei der Schul-Ernährung werden Vorschläge zur Weiterentwicklung gemeinsam erarbeitet. Schritt für Schritt werden dann regionale, saisonale, biologische, wie auch fair gehandelte Produkte in den Schulalltag mit einbezogen, „erfahren“ und erschmeckt. Die Bildungseinrichtungen sollen nicht nur Lernort für einen klimaschonenden, genussvollen und gesunden Lebensstil werden, sondern auch als Vorbild für die Ernährungsgewohnheiten zu Hause dienen. Die Kinder und Jugendlichen werden (wieder) lernen, woher gesunde, regionale Lebensmittel kommen, wie diese verarbeitet und gekocht werden.

Die teilnehmenden Bildungseinrichtungen beim Pilotprojekt 2014/15: die Volksschule Luftenberg, der Hort Kremsmünster, die Neue Mittelschule Gallneukirchen, die Neue Mittelschule Bad Schallerbach, die Höhere Landwirtschaftliche Fachschule St. Florian und die HS Aspach.

„Gerade im Unterrichtsfach Kochen und Ernährungslehre sollte bio-faire und regionale Ernährung ein stets präsentes Thema sein“, betont die Fachkoordinatorin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, Rim Abu Zahra. Dass die teilnehmenden Bildungseinrichtungen über alle Altersstufen verteilt sind, ist den Projektpartnern ein besonderes Anliegen: „Das Verständnis für biologische Landwirtschaft und Lebensmittel muss bereits bei den Jüngsten geschärft werden“, sagt Susanne Maier von Bio Austria.

Ziel: Täglich gesunde Ernährung – auch aus Umweltgründen

Ein langfristiges Ziel ist es, in den Jausenboxen, an den Buffets und Mensen einen großen Anteil an bio-fairen, regionalen und saisonalen sowie vegetarischen Mahlzeiten zu ermöglichen – und das Bewusstsein für die globalen (Umwelt-) Konsequenzen unserer Ernährung zu stärken. Beispielsweise kann im Schulfach „Ernährungslehre und Kochen“ auch auf globale Auswirkungen unserer Ernährung eingegangen und eine regionale Küche mit wenig Fleisch genussvoll erfahren werden. Dafür wird in den Bildungseinrichtungen je ein eigenes Projektteam entstehen (z. B. Lehrer/innen, Eltern, Schulköch/innen, Schüler/innen, …), das speziell geschult und ausgebildet wird. Dieses Team dient als Ansprechpartner und Koordinator für die Schule. Das Projektteam ist für die langfristige Implementierung an der Schule zuständig und wird über Workshops und Vernetzungen begleitet und unterstützt.

Die grundlegenden Ziele von „Besser Essen in Schulen“:

  • Bewusstseinsbildung und -steigerung für eine gesunde und klimaschonende Ernährung auf allen Ebenen (Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen, Schulerhalter/innen, GemeinschaftsverpflegerInnen durch faire, biologische, saisonale, regionale und vegetarische Mahlzeiten)
     
  • Erhöhung des Anteils an biologischen, saisonalen, regionalen und fair produzierten Lebensmitteln in Bildungseinrichtungen
  • Vergrößerung des Angebots an vegetarischen und veganen Speisen
  • Abfallreduktion (z. B. durch frische Produkte direkt von den Produzent/innen)
  • Pädagogische Zielsetzung: Förderung der Eigenverantwortung, Bewusstsein für gesunde und klimaschonende Ernährung
  • Dauerhafte Verankerung des Themas in den Piloteinrichtungen durch die Ausbildung und Schulung eines verantwortlichen Projektteams

TEIL 2: Gustls Schul-Wettbewerb „So schmeckt’s mir UND dem Klima“

Jetzt startet ein Wettbewerb, bei dem alle oö. Bildungseinrichtungen zeigen können, wie es um das Ernährungsbewusstsein ihrer Schüler/innen steht: Jede Schule ist dazu aufgerufen, ein klimafreundliches Gericht (nach den Kriterien regional, saisonal, biologisch und fair) zu kochen, das zu dokumentieren und bis Mai 2015 einzureichen.

Der Hintergrund: Der Wettbewerb motiviert, selber Hand anzulegen, Erfahrungen zu sammeln und längerfristig eine Änderung des Essverhaltens zu erreichen. Wenn Kinder eigenhändig den Kochlöffel schwingen, sind sie offener für neue Geschmäcker und Gerüche. Dadurch bekommt die Ernährung bei Schüler/innen einen höheren Stellenwert und das Image des Kochens und der regionalen, fairen und biologischen Lebensmittel kann gesteigert werden.

Die Schüler/innen können so lernen, den Essalltag eigenverantwortlich und genussvoll zu gestalten – und das nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause.

Die drei Schulen/Gruppen mit den klimafreundlichsten und am ansprechendsten dokumentierten Gerichten werden eingeladen, vor einer Jury zu kochen – Geschmack und Kreativität entscheiden dann letztendlich über die Reihung der drei besten (Preisgelder: 1. Platz EUR 500,-, 2. Platz EUR 300,-, 3. Platz EUR 200,-).

Der/die Gewinner werden anhand verschiedener Kriterien bewertet, wie Regionalität und Saisonalität der Zutaten, Kreativität, Schwierigkeitsgrad, Anteil an vegetarischen und biologischen Lebensmitteln und natürlich dem Geschmack.

Die 30 besten Rezepte werden gesammelt und zu einem Kochbuch zusammengestellt, das alle teilnehmenden Bildungseinrichtungen als Anerkennung fürs Mitmachen erhalten.

Am Wettbewerb können Teams aller Klimabündnis- und Ökolog-Bildungseinrichtungen (auch Kindergärten) in Oberösterreich teilnehmen oder solche die es werden wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Team aus der ganzen Einrichtung, einer Gruppe/Klasse oder einem individuellen Team besteht, ob das Team groß oder klein ist, sich auf dem Land oder in einer Stadt befindet.

Einreichungen an gustls-kochwettbewerb@klimabuendnis.at

Klimaschützer unterwegs - Das große Klimameilen sammeln

Kindergartenkinder und SchülerInnen aus ganz Europa beteiligen sich jährlich von März bis Oktober an dieser Kampagne und sammeln umweltfreundliche Schul- und Kindergartenwege!

Energie Praxiskoffer für Schulen

Ab sofort entlehnbar beim Klimabündnis OÖ!

Carrotmob

Aktionstag für freiwilligen Klimaschutz und nachhaltigen Konsum 

Obst und Gemüse für die Schule und den Kindergarten

Information zum Schulobstprogramm der AMA

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