Asylwerber als Botschafter für ein besseres Klima

Klimabündnis führt Klima- und Energie-Basisworkshop mit AsylwerberInnen durch.

Linz. Wie spart man Energie oder wie wird richtig Müll getrennt? Fragen wie diese behandelten gestern (31.Juli) 13 Teilnehmende beim ersten Klima- und Energieworkshop für Asylwerbende aus Linz und Kremsmünster. Ziel dieser Weiterbildung ist es, Bewusstsein für Klimawandel, Energiesparen und generell für einen nachhaltigen Lebensstil zu schaffen. Dabei steht die „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Fokus: Die Vortragenden Omar, Ibrahim und Edrees sind selbst AsylwerberInnen bzw. geschulte Energiebotschafter aus Kärnten. Die Teilnehmenden des Workshops sollen wiederum das Gelernte anderen AsylwerberInnen vermitteln. Letztlich treten sie fortan als „Botschafter für ein besseres Klima“ auf – und zwar nicht nur für das Klima auf unserer Erde, sondern auch für das Klima zwischen ihnen und ihren Mitmenschen. Die TeilnehmerInnen stammen größtenteils aus Afghanistan, dem Irak und Somalia. 
 
In diesen Ländern herrscht ein wärmeres Klima und dadurch bedingt auch ein anderer Zugang zum Thema Energie.    
 
„Vielen AsylwerberInnen sind die Kosten nicht klar, die für Strom-, Wärmebedarf, Wasser und Müllentsorgung entstehen. Der Workshop unterstützt sie dabei sich in Österreich besser zurecht zu finden und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Workshoporganisatorin Ulrike Singer vom Klimabündnis Oberösterreich 
 
Im Rahmen des bundesweiten Projektes „Live Smart“ - das vom Bundesministerium für Inneres gefördert wird - sollen im Jahr 2017 noch weitere Workshops wie in Linz stattfinden, sodass möglichst viele Botschafter für ein besseres Klima ihre Arbeit aufnehmen können. 

Mülltrennung
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