Preisverleihung Schulgartenwettbewerb

Oberösterreichs Schüler/innen entdecken den Boden neu

1. Preis IBMS Wels - Technisch-naturwissenschaftliche NMS mit Frau Direktorin DIR Judith Greifeneder, Lehrer Wolfgang Tolanov-Vogl, Martina Deinhamer: Foto: Florian Ettl

„Unser Boden lebt!“ unter diesem Motto ging der Schulgarten-Wettbewerb 2015/2016 zum mittlerweile 3. Mal mit der heutigen Preisverleihung in Wels über die Bühne. Die Verfilmung der Errichtung eines Gewächshauses, der Bau eines Kräuterhochbeets oder eine eigene Würmerzucht für das Gemüsebeet waren nur ein paar der tollen Ideen, die Schüler/innen im Rahmen des Wettbewerbs einreichten.

„Umweltbewusstsein beginnt bei den Kleinsten, daher soll mit dem von mir unterstützten Schulgartenwettbewerb wieder mehr Bewusstsein zu Natur, Umwelt, Garteln bei den Kindern entstehen, die davon oftmals schon recht weit weg sind. Umso toller sind die Erfahrungen für die Kids, gemeinsam zu garteln und alle Vorgänge hautnah zu beobachten – und dann selbst angebautes Obst und Gemüse auch gleich zu verkosten. So erfahren die Kids ganz nebenbei einiges über regionale und saisonale Lebensmittel und über  nachhaltige Ernährung – und tragen die neu gewonnenen Infos nach Hause weiter in ihre Familien." so Umweltlandesrat Rudi Anschober, dessen Ressort den Wettbewerb jährlich unterstützt.

„Viele Kinder haben leider keinen direkten Bezug mehr zur Natur und der ursprünglichen Lebensmittelproduktion. Dass sich dies auf Dauer gesellschaftlich negativ auswirkt, ist eine logische Konsequenz (Ernährung, Klimaschutz,  etc.). Unser Ziel ist es, das Bewusstsein dahingehend bereits bei Kindern zu stärken.“, so Mag.a Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Klimabündnis Oberösterreich. Daher führte das OÖ. Umweltressort, gemeinsam mit dem OÖ. Bodenbündnis bereits zum dritten Mal den Oö. Schulgartenwettbewerb durch.

Unter dem Motto „Unser Boden lebt“  hatte die Jury mit knapp 40 Einreichungen aus ganz Oberösterreich die Qual der Wahl, darunter mehr als die Hälfte Volksschulen, sowie Mittelschulen, eine Sonderschule, Kindergärten und Horte.

Die Siegerinnen & Sieger wurden heute vor den Vorhang geholt und im Rahmen der feierlichen Auszeichnung in Wels prämiert. Die ausgezeichneten Schulen erhalten je ein Preisgeld für ihren Schulgarten (1. Platz: 500 Euro, 2. Platz: 400 Euro, 3. Platz: 300 Euro, 10 weitere Schulen: je 50 Euro), welches sie zum weiteren Ausbau und Bepflanzen animieren soll.


Die Siegerprojekte 2015:

1. Platz: Neue Mittelschule Wels: Im Schulhof ist was los.

24 Schüler/innen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren präsentierten in einem selbst gedrehten Video ihr Projekt: den Bau eines schuleigenen Treibhauses, in dem verschiedene Pflanzen gezüchtet wurden. Zudem fanden während des Unterrichts verschiedene Aktivitäten statt, die sich näher mit dem Thema „Boden“ beschäftigten:  zum Beispiel der Besuch einer archäologischen Grabung, die gerade am Schulgelände stattfindet, sowie der Besuch der Ausstellung „Bodenlebewesen“ im Agrarium Steinerkirchen. Das Video der Schüler/innen steht hier zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?v=vMpFE-PgaK4&feature=youtu.be

2. Platz: VS Rottenbach: Schätze des Bodens – Geschichten eines Löwenzahns. 

58 Schüler/innen in jahrgangsgemischten Projektgruppen beschäftigten sich damit, was die Natur „kostenlos“ zur Verfügung stellt. So wurde z.B. eine biologische Minikläranlage gebaut und anschließend getestet. Wildkräuter wurden getrocknet, verarbeitet und verkauft, um den Erlös für afghanische Flüchtlingskinder zu spenden. Ziel war es, den Kindern Respekt gegenüber der Natur zu vermitteln, eventuell als Grundstein für den Bau eines eigenen Schulgartens, in dem ein Naschgarten, Kräutergarten und ein Erdhügel zum Spielen, wenn möglich mit Wasserlauf und zum Beobachten von Tieren vorgesehen ist.

3. Platz: Allgemeine Sonderschule Hart: Erde bringt Leben hervor

23 Schüler/innen mit schweren Beeinträchtigungen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren beschäftigten sich ganzheitlich mit „Mutter Erde“. Dabei wurden zahlreiche Versuche und Beobachtungen im eigenen Schulgarten durchgeführt: u.a. wurden mit Holz und alten Autoreifen zwei verschiedene Hochbeete selbst gebaut, ein Sinnesweg für die Fußsohlen angelegt oder ein „Gatsch-Matsch-Bereich“ zum Spielen eigerichtet.

Weiters wurden noch 8 Teilnehmer/innen ausgewählt, die einen Anerkennungspreis erhielten:

NMS Waldzell: Gemeinsam sind wir „Gründaumengarten“

Kiga Strass im Attergau: Unser Boden lebt

NMS 26: Würmerzucht für das neue Gemüsebeet im Schulgarten, Wandteppich Boden

NMS GTS Ennsleite: Garten Café

Nikolaus Lenau Schule: Schulgartenhochbeet Lernwerkstatt

Bakip Steyr: Baum des Lebens

VS Koref: Wurmfarm der OVS Koref

VS Zell am Moos: Pflanzen und Ernten im Einklang mit der Natur

Erstmals wurden heuer zwei Sonderpreise vergeben an einzelne Schüler/innen, die besonderes Engagement gezeigt und das Thema überwiegend alleine in Angriff genommen und bearbeitet haben: 

NMS Riedau: Dominiks Gartenparadies

VS Asten: Mein Garten


Sie haben noch Fragen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung! 
DI Renate Schernhorst, schulgartenwettbewerb@klimabuendnis.at

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