Klimameilen bei UN-Klimakonferenz

Klimabündnis überreichte 506.000 österreichische Klimameilen an Leiterin des UN-Klimasekretariats.

Die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres.

Thomas Brose, Geschäftsführer des Klimabündnis Europa, überreichte in Lima auf der 20. UN-Klimakonferenz die Ergebnisse sowie die Wünsche und Forderungen aller TeilnehmerInnen der europaweiten Kampagne „Kleine Klimaschützer unterwegs!/ZOOM - Kids on the Move for Climate Action“ an die Leiterin des UN-Klimasekretariats Christiana Figueres: 2.218.867 Klimameilen von 180.197 Kindern aus elf europäischen Ländern.


In Österreich sammelten heuer über 27.000 Kinder mit klimafreundlichen Schul- und Kindergartenwegen 506.157 Klimameilen. Das Klimabündnis organisiert das Projekt, unterstützt wird es vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich.


54 Erdumrundungen mit den Klimameilen


Das Klimabündnis hatte neben den Meilen, die der Anzahl klimafreundlich zurückgelegter Wege der Kinder entsprechen, eine Weltkarte mitgebracht, die den Weg der Klimameilen-Kinder einer Schule aus Baesweiler in Deutschland darstellte. Da deren Meilen „nur“ für den halben Weg bis Lima reichten, klebte Brose die Ergebnisse der Klimaschützer aus ganz Europa einfach mit auf die Karte und schon konnte die Strecke bis zur UN-Klimakonferenz plus weitere 54 (!) Erdumrundungen zurückgelegt werden!


Aber nicht nur die Klimameilen aus fast 1.300 europäischen Schulen und Kindertageseinrichtungen, auch die von den Kindern gebastelten Wunschfüße mit deutlichen Appellen an die Politiker in Peru hatte Brose in einer von TeilnehmerInnen aus Lohmar genähten Fußtasche dabei. Er  überreichte sie der Chefin des UN-Sekretariats mit der Bitte sie an die KonferenzteilnehmerInnen weiterzugeben. Auf ihnen waren Aussagen zu lesen wie: „Wir wünschen, dass Ihr bessere Vorbilder seid.“, „Ich wünsche mir, dass mehr Geld für Klimaschutz verwendet wird statt für Bomben und Kanonen.“ oder „Liebe Oberhäupter der Welt, es sollte in jedem Land eine Kinder-Klimakonferenz geben.“ Aber auch einfache klare Forderungen wie „Klimaschutz muss ein Schulfach werden.“, „Baut bitte mehr Zebrastreifen, damit wir alleine über die Straße gehen dürfen.“ und „Ich wünsche mir weniger Verpackungsmüll, z.B. bei Spielzeug!“ sind auf den Füßen zu lesen.


Auftrag an die PolitikerInnen


Thomas Brose betonte Figueres gegenüber, dass die Kindermeilen nicht nur das große Engagement aller TeilnehmerInnen widerspiegeln, sondern vor allem auch dafür stehen, dass die Kinder Europas den PolitikerInnen den deutlichen Auftrag geben wollen endlich ein ambitioniertes Abkommen zu schließen, das ihre Zukunft sichert!


Fotos und weitere Infos: http://www.kindermeilen.de/results.html

Die österreichischen Klimameilen wurden von Mira Kapfinger und Jürgen Stolzlechner, bei Jump, und Helmut Hojesky (BMLFUW) präsentiert. Fotos: Klima-Bündnis
Indigene Jugendliche aus dem Amazonasgebiet in Ecuador mit Christiana Figueres.
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